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ORTE & ORGELN

Um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen, sei hiermit bemerkt, dass unsere Karte des Heiligen Landes die Orte abbildet, an denen die Kustodie des Heiligen Landes im geographischen, nicht politischen Sinn präsent ist. Bei der Wahl der Ortsnamen haben wir uns für die Bezeichnungen entschieden, die aus dem Neuen Testament oder von Pilgern überliefert sind.

Für Informationen zu den Orgelstandorten klicken Sie auf die Karte

Rotes Kreuz = Orgel & Festspielstätte | Weißes Kreuz = Orgel Ort


Orgeln im
Heiligen Land

Rhodos

ZYPERNs

LIBANON

SYRIEN

Israel

Palestine

ÄGYPTEN

Jordanien

DIE INSEL ZYPERN

Cyprus map

Holy Cross Catholic Church
Paphos Gate
P.O.B. 21964
1015 Nicosia
CYPRUS

Tel: +357. 22 / 66.21.32
Fax: +357. 22 / 66.07.67
e-mail: holcross@logos.cy.net
website: The Latin Catholic Church of Cyprus. http://www.cypruscatholicchurch.org/

Zypern war das erste Ziel der Missionsreisen von Paulus und Barnabas, letzterer war auf der Insel Zypern geboren.

Im Laufe der Jahrhunderte sind Christen auf der Insel bis heute, infolge der Besetzung Nordzyperns durch die Türkei im Jahre 1974, immer wieder Verfolgungen ausgesetzt gewesen.

2004 wurde die Republik Zypern, der griechische Süden Zyperns, Mitglied der Europäischen Union. In der Republik Zypern leben etwa 800.000 Einwohner, von denen 78% griechisch-orthodoxe Christen, 4% Katholiken verschiedener Riten und 18% Muslime sind.

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Zypern

Papst Benedikt XVI. war der erste Papst, der Zypern 2010 besuchte. Während seines kurzen Aufenthaltes in der Hauptstadt Nikosia, wohnte der Papst in der Apostolischen Nuntiatur. Die diplomatische Vertretung des Heiligen Stuhls befindet sich in den Räumen des Franziskanerklosters zum Heiligen Kreuz. Das Kloster gehört der Kustodie des Heiligen Landes, die seit Jahrhunderten auf der drittgrößten Insel des Mittelmeeres anwesend ist.

Die Minderbrüder leben seit den Anfängen ihres Ordens auf der Insel.

Heute sind die Franziskaner der Kustodie auf Zypern in drei Klöstern/Pfarreien in Nikosia, Larnaka (hier angeschlossen ist ein Altersheim) und Limassol präsent. Von Nikosia aus fährt ein Pater jeden Sonntag nach Kyrenia, einer kleinen Stadt an der von den türkischen Zyprioten unter der Aufsicht von Soldaten aus Ankara kontrollierten Nordküste Zyperns, um dort in einer kleinen Kapelle die heilige Messe zu feiern. Großen Zuspruch findet auch das wichtige Bildungsangebot der Franziskaner, das Terra Sancta College.

Die Orgeln auf Zypern

Cyprus1
Cyprus2
Cyprus3
Cyprus4

Eine Pfeifenorgel steht in der Kirche St. Mary of the Graces in Larnaka. Wir werden in Kürze über sie berichten.

SPECIFICATION OF THE TABOADA ORGAN

Principale 8’ bassi
Principale 8’ soprani
Ottava 4’
Decima quinta 2’
Decima nona 1’ 1/3
Vigesima seconda 1’
Voce umana 8’
Bordone 8’ bassi
Bordone 8 ‘ soprani
Flauto 4’
Nazardo 2’ 2/3
Tasto pedale
Subbasso 16’
Basso 8’
Tremolo

 


Rhodos und Griechenland

2.8) Rhodes Map

Santa Maria della Vittoria
Marienkirche „Sancta Maria” „Kirche des Sieges Unserer lieben Frau“
Kathopouli 45
Rhodos Stadt, Dodekanes
85100 Griechenland

Tel: +30 2241022305
E-Mail: stmaria@otenet.gr
Website: http://www.catholicchurchrhodes.com

Die Kustodie des Heiligen Landes auf Rhodos

Das Christentum in Griechenland nimmt seinen Anfang mit den Predigten des heiligen Paulus, es ist die Zeit, in der die Kirche entsteht.

Der franziskanische Orden ist seit seinen Anfängen mit der Insel Rhodos verbunden. Um das Jahr 1219 brach der heilige Franziskus zu einer Reise ins Heilige Land auf. Von Ancona in den Marken (I) führte ihn sein Weg höchstwahrscheinlich entlang der italienischen und der griechischen Küste zu den ägäischen Inseln mit einem obligatorischen Halt im Hafen von Rhodos.

Das erste historisch belegte Datum vom Aufenthalt der Franziskaner auf Rhodos ist der 12. Juni 1457. 1522 wurde die Kirche Sancta Maria während einer langen, zermürbenden und am Ende siegreichen Belagerung der Insel durch Soliman den Prächtigen,

in den Verteidigungskämpfen um die Stadt von den Ordensrittern selbst zerstört. Am 1. Januar 1523 folgten die Franziskaner den Ordensrittern ins Exil.

Von 1523 bis 1720 kamen die Franziskaner von Konstantinopel aus viermal im Jahr auf die Insel, um den lateinisch-katholischen Christen, die in türkischen Gefängnissen einsaßen, die Sakramente zu spenden. Die päpstliche Kongregation Propaganda Fide wandte sich angesichts dieser Umstände auf der Insel an die Hohe Pforte mit der Bitte, zwei Franziskaner nach Rhodos entsenden zu dürfen, was ohne weiteres gewährt wurde.

Am 14. August 1897 erließ die Kongregation Propaganda Fide ein Dekret, das die Mission Rhodos von der Apostolischen Präfektur Konstantinopel trennte und sie unter Einbeziehung der umliegenden Inseln zu einer eigenständigen Apostolischen Präfektur erklärte.

1972 sollte Rhodos auf Wunsch des Heiligen Stuhls wieder zur Kustodie des Heiligen Landes gehören. Die Änderung trat am 17. Juni 1972 in Kraft. Seit 2004 liegen die täglichen Angelegenheiten der Erzdiözese nun in der Hand des Franziskanerpaters und erzbischöflichen Generalvikars Luke Gregory OFM.

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes auf Rhodos.

Ein Großteil der griechischen Bevölkerung (etwa 95%) sind orthodoxe Christen und die vorherrschende Kirche des Landes ist nach Artikel 3 der griechischen Verfassung „die Östlich-Orthodoxe Kirche“ als offizielle Staatskirche.

Die 45.000 bis 50.000 katholischen Griechen (0,5 % der Gesamtbevölkerung) stellen eine religiöse, keine ethnische Minderheit dar. Katholiken und Orthodoxe tragen die gleichen Vornamen und Familiennamen, pflegen die gleichen Traditionen, insbesondere auf den Inseln. Es leben über 100.000 ausländische Katholiken in Griechenland.

Lassen wir Pater Luke Gregory, den Priester der Pfarrei Rhodos, seine Arbeit auf der Insel beschreiben:

„Außer den üblichen täglichen Aufgaben wie in jeder Pfarrei haben wir uns um die vielen Touristen zu kümmern, die im Sommer auf die Insel kommen. Dies bringt Besuche im Krankenhaus und manchmal auch Besuche auf dem Polizeikommissariat oder in den Gefängnissen mit sich. Hierbei kommt es auf gute Zusammenarbeit und auf einen guten Kontakt mit den Konsulaten auf Rhodos und den Botschaften in Athen an. Trotz der Wirtschaftskrise kommen immer mehr Flüchtlinge aus dem Dodekanes auf die Insel. Viele von ihnen kommen ohne Papiere. So benötigen wir nicht nur mehr Lebensmittel und Kleidung, die wir verteilen, sondern auch mehr Zeit für Besuche in den Gefängnissen auf Rhodos und auf Kos. Denjenigen, die eine Zeit im Gefängnis verbringen müssen, können wir das Leben ein wenig erleichtern. Wir freuen uns, dass eine neue Caritas Geschäftsstelle auf Rhodos eröffnet wird. Sie befindet sich in der St. Klara Pfarrei. Während des Winters werden im Franziskanerkloster jede Woche gratis Griechisch-, Italienisch- und Englischkurse angeboten. Privatunterricht ist sehr teuer und die Gratissprachkurse werden von vielen in Anspruch genommen, die es sich sonst nicht leisten könnten, Griechisch, Italienisch oder Englisch zu lernen. Diese Sprachen sind für das alltägliche Leben hier sehr wichtig. An der Franziskanerkirche gibt es eine große Bibliothek, die allen offensteht. Dort haben wir Bücher in Griechisch und in den meisten anderen europäischen Sprachen. Die Caritas Rhodos/Kos verteilt Essen und Kleidung von ihrer Niederlassung in der St. Klara Pfarrei und gelegentlich auch von der Klosterpforte aus. Einen großen Bedarf gibt es an Hygieneartikeln und häufig fragen Mütter nach Milch für ihre Kinder. Die Gemeindemitglieder und die Bewohner von Rhodos insgesamt sind sehr großzügig und spenden, was sie können, der Caritas. Dafür sind wir sehr dankbar. Die Caritas hat uns dieses Jahr sehr bei den Paketen mit Nahrungsmitteln für Bedürftige auf Kos geholfen. Wir sammeln oder kaufen Nahrungsmittel und Spielzeug und zu Weihnachten stellen wir Päckchen für circa 240 Familien bereit. An Familien mit jüngeren Kindern verteilen wir kleine Geschenke, sodass die Kinder zu Weihnachten etwas auszupacken haben. Die Gemeindehäuser St. Klara auf Rhodos wie auch St. Antonius auf Kos bilden wichtige Anlaufpunkte für verschiedene Gruppen und Aktivitäten. Besonders wichtig sind diese Treffpunkte in den Wintermonaten, wenn die meisten Hotels und Restaurants geschlossen sind und die Bevölkerung vor Ort sechs Monate ohne Arbeit ist. Das vor einigen Jahren restaurierte Theater der Franziskaner steht nun der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird besonders von den staatlichen Schulen und verschiedenen Theatergruppen auf Rhodos genutzt. Die zahlreichen Konzerte, die wir in den beiden Kirchen St. Marien und in St. Franziskus veranstalten, bereiten Touristen und Einheimischen Freude. Musikalischen Talenten bieten sie die Möglichkeit, vor einem Publikum aufzutreten. Besonders Kinder sind mit Begeisterung dabei. Wie im Magnificat-Institut in Jerusalem stiftet Musik auch hier Harmonie und bringt unterschiedliche Religionen und Nationalitäten beim gemeinsamen Musizieren zusammen. Hier zeigt sich, dass Rhodos kosmopolitisch ist.”

Die Orgel in der katholischen St. Franziskus Kirche auf Rhodos

Seit einigen Jahren findet in der Kirche des heiligen Franziskus jährlich ein Musikfestival statt, das einzige auf Rhodos – und möglicherweise in ganz Griechenland –, das dem Instrument Orgel gewidmet ist. Wir danken Pater Luke und dem künstlerischen Leiter des Festivals, Chris Paraskevopoulos, die einer Kooperation mit dem Heilig-Land-Orgelfestival gleich im ersten Jahr seines Bestehens begeistert zustimmten. Chris Paraskevopoulos ist einer der größten Organisten Griechenlands, daher lassen wir ihn die Orgel der Kirche St. Franziskus vorstellen.

Organ in St. Maria
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Die Orgel in der Kirche des hl. Franziskus auf Rhodos wurde 1939 von dem bekannten Orgelbauer Pinchi gebaut, aber, wie dessen Sohn Guido Pinchi berichtet, erst nach Beginn des Zweiten Weltkriegs vollendet. Bis heute ist es die größte Kirchenorgel in Griechenland. Sie verfügt über zwei Manuale und ein Pedal. Der Spieltisch steht im Mittelschiff der Kirche und ist über ein starkes Kabel mit dem Pfeifenwerk verbunden; die Orgel hat also eine elektrische Traktur. Sie hat 1609 Orgelpfeifen, von denen 671, die zum unteren Manual gehören, das Hauptwerk bilden und in 7 Register unterteilt sind. Die Tasten des oberen Manuals bedienen die 842 Pfeifen des Schwellwerks, das aus 842 Pfeifen in 10 Registern besteht.

Die Pfeifen des Schwellwerks befinden sich in einem Gehäuse mit Lamellen, die auf das Kirchenschiff ausgerichtet sind. Je nachdem, wie weit diese über das mit ihnen verbundene Pedal geöffnet werden, ergibt sich eine unterschiedliche Klangfülle.

Das Pedalwerk hat 96 Pfeifen, die auf der Rückseite der Orgel angebracht und so von vorn nicht sichtbar sind. Diese Orgelpfeifen sind sehr groß die Pfeife des tiefsten Tons aus dem Pedalwerk im Register Kontrabass 16’ ist circa 5 Meter lang. Die Orgel verfügt überfolgende Spielhilfen: Manualkoppel II/I, zwei Pedalkoppeln und zwei Superoktavkoppeln sowie einen Tremulant im Schwellwerk.

Die meisten Pfeifen der Orgel – wie auch die des Prospekts – sind Labialpfeifen. Die beiden Register Trompete und Oboe bestehen aus Lingual- oder Zungenpfeifen, bei denen der Klang durch vom Luftstrom in Schwingung versetzte Metallzungen erzeugt wird.

Die Orgel verfügt auch über Pfeifen (Viola und Coro de violes), die die bekannten Klänge der Streicher nachahmen, wobei die kleineren Pfeifen den Klang der Streicher im Orchester hervorbringen.

Wenn dann das Coelestis-Register hinzugefügt wird, ergibt sich eine Schwebung, ein wellenartiger Klang. Die Auswahl der Register eignet sich für die Musik der Romantik, für zeitgenössische Musik wie auch für Barockmusik. Die Restaurierung der Orgel erfolgte durch die italienische Orgelbauwerkstatt Alessandro Giacobazzi unter der persönlichen Aufsicht von Pfarrer Pater Luke OFM. (Text: Chris Paraskevopoulos)

DIE DISPOSITION DER ORGEL

Organo Grande

1) Principale 8′
2) Octave 4′
3) Twelfth 2 2/3′
4) Mixtur 5f
5) Flauto 8′
6) Salicional 8′
7) Tromba 8′
8) Manualkoppel
9) I/Pedal
10)II/Pedal
11) Acuta (Superoktavkoppel) I
12) Acuta (Superoktavkoppel) II/I

Schwellwerk
13) Bordone 8′
14) Flauto 4′
15) Sesquialtera 2 2/3’+1 3/5′
16) Flautino 2′
17) Viola 8′
18) Vox Coelestis 8′
19) Coro di Violes 8′
20) Principalino 8′ (4′?)
21) Pienino 3f
22) Oboe 8′
23) Tremulant

Pedal

24) Kontrabass 16′
25) Bass 8′
26) Violoncello 8′


Jordanien und der Berg Nebo

2.7) Mount Nebo map
Mount Nebo | Memorial of Moses
Mount Nebo – Siyagha | Faysaliyah – P.O.B. 2 | 17196 Madaba | JORDAN
Tel: +962.5. 325.29.38 |Fax: +962.5.25.29.32 | e-mail: nebo@custodia.org

 

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Jordanien

Die Christen bilden in Jordanien eine kleine Minderheit mit 220.000 von 6 Millionen Einwohnern, das sind 2,8 bis 3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von diesen 220.000 sind über die Hälfte orthodoxe Christen. Von der übrigen Hälfte sind circa 80% Katholiken, die meisten von ihnen Katholiken des lateinischen Ritus (neben ein paar zehntausend Anhängern des griechisch-katholisch melkitischen Ritus).

In Jordanien ist die Kustodie des Heiligen Landes an zwei Orten und mit zwei sehr unterschiedlichen, aber bedeutenden Aufgaben präsent: mit der Terra Sancta Schule in der Hauptstadt Amman und der Moses Gedächtnisstätte auf dem Berg Nebo.

Die Terra Sancta Schule in Amman ist über 60 Jahre alt und genießt einen sehr guten Ruf im jordanischen Bildungssystem sowohl hinsichtlich der Qualität des Unterrichts als auch der Ausstattung der Schule, an der 1100 Schüler lernen, 42% von ihnen sind Christen.

Der Berg Nebo ragt 800 Meter über das Jordantal empor. Von diesem natürlichen Balkon aus kann der Blick weit über einen großen Bereich des Heiligen Landes schweifen, von Jericho am Toten Meer über Bethlehem bis zum Ölberg in Jerusalem. Von hier konnte Moses mit eigenen Augen auf das Verheißene Land schauen, in das er nicht gelangte. Um zu betonen, wie bedeutend dieser Ort ist, sei an den Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 und von Papst Benedikt XXVI. im Jahr 2009 erinnert. Die Basilika ist zurzeit das einzige christliche Heiligtum in Jordanien. Die große Bedeutung des Ortes liegt auch darin, dass

Moses ein Zeichen der Hoffnung ist für die drei monotheistischen Religionen, Christen, Muslime und Juden.

Die Moses – Gedenkstätte auf dem Berg Nebo

Auf dem Gipfel des als Siyagha bekannten Berges wurden die Überreste einer Kirche und eines Klosters entdeckt, deren älteste Spuren in das Jahr 394 zurückreichen. Zwei Jahrhunderte später wurde die Kirche zu einer dreischiffigen Basilika ausgebaut und mit herrlichen Mosaikfußböden versehen; zwischen Ende des sechsten und Anfang des siebten Jahrhunderts wurde sie vollendet.

1932 gelangte die Kustodie mit Hilfe von Emir Abdallah, dem Großvater des Königs Hussein, in den Besitz der Nebo-Bergkuppe mit den Ruinen, die ab Juli 1933 von den Archäologen des Studium Biblicum Franciscanum in Jerusalem freigelegt und erforscht wurden. Weitere Ausgrabungen folgten. Dem Anstoß des franziskanischen Archäologen, Pater Michele Piccirillo, ist es zu verdanken, dass die Moses Gedenkstätte heute ein unverzichtbares Ziel auf jeder Jordanienreise darstellt. Über 70 Jahre später ist der Ausgrabungsort zu einem Sprungbrett geworden für die immer wichtigere Rolle, die franziskanische Archäologen in der Kulturpolitik der Regierung Amman spielen, die den Wert der archäologischen Schätze für Jordanien entdeckt hat. Von der archäologischen Arbeitsgruppe am Berg Nebo ging die Gründung der Mosaikschule in der nahe gelegenen Stadt Madaba aus und wurden weitere Ausgrabungsprojekte in der Umgebung angestoßen. Die Kustodie des Heiligen Landes setzt ihre Arbeiten zur Restaurierung und zum Erhalt dieser Stätte fort.

Die Orgel auf dem Berg Nebo

Organo Monte Nebo
2.7) Photograph Mount Nebo 2

 

Die Pfeifenorgel auf dem Berg Nebo ist ein kleines Portativ, das 2014 von dem Orgelbaumeister Nicola Puccini in Florenz gebaut wurde und 2015 eingeweiht wird, sobald die letzten Arbeiten in der Basilika abgeschlossen sein werden. Die Orgel wurde vor allem als Begleitinstrument für die Liturgie in der Kapelle entworfen, doch sie eignet sich auch als Konzertorgel für Kammermusik.

Der Winddruck von 82 mm erzeugt einen klaren, starken Klang und die Orgel verfügt über Klappen, die eine Regulierung der Lautstärke ermöglichen. Mit Hilfe von Stimmringen kann der Organist sowohl eine historische temperierte Stimmung als auch eine gleichstufig temperierte Stimmung herstellen. Die Tasten sind ausgelegt für ein dynamisches Spiel. Die Nachtigall eignet sich für Hirtenlieder und Weihnachtslieder.

DISPOSITION

Höhe: 100 cm
Breite: 118 cm
Tiefe: 54 cm

Bourdon (Holz) 8′
Flauto camino 4′
Decimaquinta 2′
Nazard (Diskant) 2-2/3

Manual mit 51 Tönen C1-D5
Spezialeffekte: Nachtigall

Gehäuse aus massivem, lackiertem Tulpenbaumholz
Windlade aus Zedernholz
Winddruck: 82 mm

 

Organo Monte Nebo
2.7) Photograph Mount Nebo 2

Details

Height: 100 cm
Width: 118 cm
Depth: 54 cm

Bordone of wood of 8
Flauto camino 4
Decimaquinta of 2
Nazardo soprano 2-2 / 3

Keyboard 51 notes C1-D5
Special Effects: Nightingale

Case in solid Tulipwood lacquered
Windchests in cedar
Wind pressure 82mm


Libanon


Beirut – Saint Joseph Convent
Couvent de Terre Sainte
Rue Gouraud, 191 – Gemmaizé
P.O.B. 175-282
Mar Mikhail – Beyrouth 1104-2030
LIBAN

Tel: +961 01 / 44.70.03
Fax: +961 01 / 58.50.70
e-mail: tslibano@hotmail.com

Das Christentum im Libanon und die Franziskaner

Der Libanon war unmittelbarer Zeuge der Predigten und Wunder, durch die Jesus im Gebiet von Tyrus und Sidon wirkte (Markus 7, 24). Auch Paulus kehrte auf seiner letzten Reise nach Jerusalem bei den Jüngern in Tyrus ein, bevor er in Jerusalem gefangen genommen wurde.

Bis vor wenigen Jahren war der Libanon der einzige arabische Staat, in dem Christen die Bevölkerungsmehrheit bildeten. Die größte Gruppe unter den Christen sind die maronitischen Katholiken.

Die Franziskaner kamen im 13. Jahrhundert in den Libanon. Im 16. Jahrhundert errichtete die Kustodie des Heiligen Landes an der syrisch-libanesischen Küste in Tyrus, Sidon, Beirut, Tripolis und Latakia (Syrien) ein Netz von Klöstern, Wegweiser des Gebets und des Apostolats, insbesondere für Kaufleute und Seefahrer, die aus Europa hierher kamen. 1628 wurde das Kloster in Harissa gegründet, das sich zu einer bedeutenden arabischen Sprachschule für junge Missionare aus dem Westen entwickelte. Die maronitische Kirche hielt hier viele Synoden ab, auf denen auch der Kustos des Heiligen Landes häufig als Teilnehmer oder als Gast anwesend war.

Die Beziehungen zwischen den Franziskanern und den Maroniten waren immer sehr gut. Einige schreiben den Franziskanern sogar das Verdienst zu, dass die maronitische Kirche mit der katholischen Kirche uniert blieb.

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes im Libanon

Heute unterhält die Kustodie Klöster in Beirut und Harissa und ist darüber hinaus in Tripolis, Tyrus und Deir Minas anwesend, wo sie zwei Pfarreien betreut. Im Libanon haben die Franziskaner keine eigenen Heiligtümer, daher stellen sie ihre Dienste den Kirchen vor Ort zur Verfügung, insbesondere der bedeutendsten Wallfahrtsstätte des Landes, der Kirche Unserer Lieben Frau vom Libanon. Zu den wichtigsten Aufgaben der Franziskaner im Libanon zählt die Arbeit mit Jugendlichen. In Beirut gibt es ein Heim für junge Menschen, die Hilfe benötigen, sowie ein Zentrum für Spiritualität, in Harissa ein Berufungszentrum und ein franziskanisches Priesterseminar. Viele Ausländer, die in Beirut leben, kommen in die Kirche der Franziskaner, wo sie Messen in ihren Sprachen besuchen können. In Beirut unterhalten die Franziskaner eine Kinderkrippe. Seit in Syrien Krieg herrscht, wird der Libanon von Flüchtlingen überströmt. Die Franziskaner versuchen nach Kräften, die Not der Bedürftigen zu lindern.

Die Orgeln im Libanon

Für 2016 hat das Heilig-Land-Orgelfestival in Zusammenarbeit mit der Notre Dame Universität die Libanesische Orgelwoche (Semaine de l’Orgue au Liban) ins Leben gerufen. Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite: www.solfestival.org.


SYRIEN

syria

Damaskus/Bab Touma – Kirche und Kloster des heiligen Paulus

Damasco/ Damascus / Damas

Eglise Latine Saint Antoine
Rue du Parlement
P.O.B. 7680 – Salhieh
Damas – Syrie

Tel : +963.11.331.62.37
Fax: + 963.11.335.38.25

Die Kustodie des Heiligen Landes in Syrien

Die Franziskaner kamen 1223 nach Damaskus, 1238 nach Aleppo und 1719 nach Latakia. Wie man sieht, fehlt es der Kustodie des Heiligen Landes nicht an Erfahrung, wenn es um Syrien geht. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sie sich besonders für den Aufbau von Mädchen- und Jungenschulen ein, die jedoch 1967 verstaatlicht wurden. Daraufhin konzentrierten sich ihre Aktivitäten auf die heiligen Stätten (vor allem auf die Gedenkstätte der Bekehrung des heiligen Paulus in Damaskus, die aufWunsch Papst Pauls VI. zum ökumenischen Zentrum wurde und die Papst Johannes Paul II. im Jahr 2001 besuchte) und die vier Pfarreien, zwei von ihnen in Damaskus, eine in Aleppo und eine in Latakia. Darüber hinaus gibt es franziskanischen Missionen am Orontes-Fluss in Knayeh, Yacubieh, Ghassanieh und Jisr El Shoughour.

Die in den vergangenen Jahrhunderten durchgemachten Kriege und Verfolgungen haben aber die Tätigkeit der Kustodie des Heiligen Landes nicht aufhalten können. Bis auf den heutigen Tag sind die Franziskaner eine sichere Anlaufstelle, um der unter dem Krieg leidenden christlichen wie auch muslimischen Bevölkerung zu helfen. (Für mehr Informationen klicken Sie hier)

Die Franziskanerbrüder werden weiterhin in dieser Region anwesend bleiben, um, „denen zu helfen, die alles verloren haben, sogar die Hoffnung“, wie neulich der Kustos des Heiligen Landes, P. Pierbattista Pizzaballa, sagte.

Eine Hoffnung, die Mons. Georg Abou Khazen, Franziskaner der Kustodie des Heiligen Landes und lateinischer Apostolischer Vikar von Aleppo, vertritt, wenn er sagt: „Gott hat Paulus aus Damaskus bekehrt, vom Unterdrücker zum Verkünder des Evangeliums. Seine Schüler aus Antiochien in Syrien wurden erstmals Christen genannt. Er ist in der Lage, seine Söhne zu schützen und die Flamme des Glaubens in diesem Heiligen Land am Brennen zu erhalten, weil sie immer ein Zeichen der Hoffnung, des Dialoges und der Versöhnung sein wird.“

 

Das Heilig-Land-Orgelfestival in Syrien als Zeichen der Hoffnung und Solidarität

Die Kustodie des Heiligen Landes in Syrien besitzt zwei sehr schöne Pfeifenorgeln in Damaskus (wo auch ein Chor aktiv ist) und in Aleppo. Unsere Pfarrmitglieder haben uns gebeten die Orgeln zu restaurieren, um sie während der Gottesdienste ertönen zu lassen und um auch ihnen Konzerte zu organisieren. Mit anderen Worten wollen unsere Christen über die Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens hinaus weiterhin ihre Lebensqualität pflegen, beginnend mit den Aktivitäten, die sich in der Kirche abspielen und die mit dem Glauben und der Schönheit verbunden sind. Mit einem Projekt, das vom Heilig-Land-Orgelfestival koordiniert wird, wird im Januar 2016 die Orgel der Pfarrkirche St. Antonius in Damaskus repariert werden und es werden einige Orgelkonzerte stattfinden.

Die Orgel der Kirche St. Antonius in Damaskus

Gebrueder Spaeth
Hoforgelbaumeister
Paepstl.. Hof lieferanten
Ennetach-Mengen
Op. 481
1937

I CLAVIERS
1 Bourdon 16′
2 Montre 8′
3 Cor de chamois 8′
4 Oktave 4′
5 Flute à chaminée 4′
6 Fourniture 3-5 r

II CLAVIERS
7 Bourdonne à cheminée 8′
8 Salicional 8′
9 Unda maris 8′
10 Dolkan 4′
11 Flute à pointe 4′
12 Cornet 3-4 r
13 Trompette 8′

ACCOUPLEMENTS
14 II – I
15 II – P.
16 I – P.
17 II – I 4′
18 II – I 16′

PEDALIER
19 Bourdon-basse 16′
20 Soubbasse 16′
21 Octavebasse 8′
22 Gedackt-basse 8′

SYRIA_1
SYRIA_2
SYRIA_3
SYRIA_4
SYRIA_5
SYRIA_6
SYRIA_7
SYRIA_8
SYRIA_9

 


ÄGYPTEN

2.6) map Mousky

Église Latine de l’Assomption / Latin Church of the Assumption
Die Lateinische Kirche Maria Himmelfahrt
12, Sh.el-Bendâqa (Bein es-Surein)
Atabah – B.P. 381
11511 Mousky – Kairo
Ägypten

Tel: +20. 02 / 2590.99.06
Fax: +20. 02 / 2592.86.34
E-Mail: centro.musky@gmail.com, fccos.musky@gmail.com
Website:

http://it.custodia.org/default.asp?id=375
http://198.62.75.1/www1/ofm/fccos/FCCOSmenu.html

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Ägypten

Ägypten hat in der Geschichte des Nahen Ostens und besonders in den Geschichten der Bibel: Abraham, Josef, Jakob, Moses und schließlich die Heilige Familie, Jesus, Maria und Josef, die hier Zuflucht fand vor dem Kinder mordenden König Herodes, immer eine wichtige Rolle gespielt und spielt sie auch heute noch.

Die Franziskaner der Kustodie des Heiligen Landes leben und arbeiten seit Jahrhunderten in Ägypten.

Auch Franziskus hielt sich zwischen 1219 und 1220 auf seiner Reise durch Syrien, Palästina und Ägypten mehrere Monate hier auf. In dieser Zeit fand die berühmte Begegnung mit dem Sultan

Melek el-Kamel statt. In einer Zeit des Krieges, auf dem Höhepunkt der Kreuzzüge, überwand Franziskus die Gräben, um mit dem, der als der Feind der Christenheit schlechthin galt, in einen Dialog einzutreten. Dies war ein prophetisches Beispiel für die Dialogbereitschaft und ein Zeugnis gegenseitigen Respekts zwischen unterschiedlichen Kulturen, eine Botschaft auch für die Menschen heute.

Heutzutage sind die Franziskaner u.a. für das Kloster in Mousky verantwortlich, das von alters her Sitz der großen lateinischen Gemeinde in Kairo ist.

Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts war die Zahl der Gemeindemitglieder in Mousky auf rund 20.000 Gläubige gestiegen, von denen die meisten Italiener waren, doch es gab auch viele Malteser, Österreicher, Slawen, Franzosen und Orientalen.

Die Kirche von Mousky, die 1858 zur Kathedrale erhoben wurde, ist immer Anlaufpunkt für all diese Nationalitäten gewesen, wie das umfangreiche Pfarrarchiv belegt, dessen erste Einträge aus dem Jahr 1611 stammen.In der Blütezeit der Gemeinde wurde in den Fastengottesdiensten in fünf Sprachen: Italienisch, Maltesisch, Französisch, Deutsch und Slawisch gebetet.

Nach der ägyptischen Revolution 1952 fehlte es der Pfarrei an Pfarrmitgliedern. Um das Kloster besser zu nutzen, wurde damals das Zentrum für christliche Orientalistik gegründet, in dessen Mittelpunkt die Erforschung des Lebens der christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten steht.

Das franziskanische „Zentrum für christliche Orientalistik“ leistet mit seiner kostbaren Bibliothek und seiner wertvollen Lehr- und Forschungsarbeit einen bedeutenden kulturellen Beitrag für die christliche und die muslimische Welt. Es unterhält ein Netzwerk von Beziehungen zwischen Institutionen und Personen im Nahen Osten wie im Westen, ein wertvolles Instrument für ein Miteinander, das trennende Unterschiede überwindet.

Neben ihrer eigenen Forschungsarbeit über das Leben christlicher Gemeinschaften im Nahen Osten sowie der Begleitung christlicher und muslimischer Studenten bei ihren Studien setzen sich die Franziskaner in Kairo unermüdlich für die Bewohner des dicht bevölkerten und armen Mousky-Stadtviertels in Kairo ein, indem sie sich insbesondere um Kinder, Jugendliche und Großfamilien kümmern. Tagsüber beaufsichtigen sie die Kinder und versorgen viele arme Familien mit dem Lebensnotwendigen, insbesondere mit den täglichen Nahrungsmitteln und den wichtigsten medizinischen Hilfsmitteln.

The Franciscan Center for Christian Oriental Studies

Die Arbeit des Zentrums soll der Erforschung des Lebens und der Geschichte der christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten sowie der Dokumentation franziskanischen Lebens im Heiligen Land dienen. Dabei hat sich das Zentrum für christliche Orientalistik zwei Hauptaufgaben verschrieben, zum einen dem Dialog mit christlichen und nicht-christlichen Kulturen im In- und Ausland, zum anderen der Veröffentlichung ihrer Studien- und Forschungsergebnisse.

Die Bibliothek des Zentrums ist in zwei große Abteilungen unterteilt: in allgemeine Themen (Theologie, Geschichte, Geographie, Kunst etc.) und in Spezialgebiete mit spezifischer Literatur zum kulturellen Erbe der einzelnen christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten wie die der Kopten, Armenier, Syrer etc. In diesen Bereich gehören auch die Publikationen auf Arabisch, die das kulturelle und religiöse Leben der Christen beleuchten.

Die Bibliothek gilt derzeit als eine der besten in Kairo und als einzigartig wegen ihrer hohen Spezialisierung. Sie umfasst mehr als 50.000 Bücher, eine große Auswahl an Zeitschriften und arabisch-christlichen wie westlichen Magazinen sowie eine Handschriftensammlung (mit über tausend Exemplaren, wobei die islamischen noch nicht berücksichtigt sind, da sie noch nicht katalogisiert wurden).

Die Orgel in Mousky

chiesa, interno, inside
organ view egypt mousky
organ pipes egypt mousky
2.6)eorgan console egypt mousky
2.6) FOTO mUSKY EGITTO outside

,,Eine Überarbeitung dieser Orgel wäre sehr wünschenswert. Ein Orgelkonzert in unserer ehrwürdigen Kirche würde viele Zuhörer anziehen, umso mehr als es in Kairo zurzeit keine geeignete Orgel gibt, mit der sich ein Konzert bestreiten ließe.“ Wir greifen diesen Appell von Pater Vincenzo Mistrih, dem ehrenamtlichen Direktor des franziskanischen Zentrums für christliche Orientalistik in Kairo, gern auf. Sollte es einen Wohltäter geben, der dazu beitragen möchte, dieser Orgel wieder eine Stimme zu geben, sei es für Konzerte oder für die heilige Messe, so möge er Kontakt mit uns aufnehmen.

Wir danken Pater Mistrih für die nun folgende Beschreibung des Instruments:

„In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die alte Orgel durch eine neue ersetzt. Das Material dazu kam 1939, kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, den weiten Weg aus Deutschland nach Mousky. Der Aufbau musste dann verschoben werden. 1948 wurde die Orgel schließlich – da die Bestandteile aus Deutschland kamen – unter der Leitung eines deutschen Orgelbauers namens Braun errichtet. Der verstorbene Pater Augusto Facchini hatte gehofft, auf dem Instrument spielen zu können, doch er verstarb wenige Monate, bevor die Orgel am 27. März 1949 eingeweiht wurde. In der Zwischenzeit war die Orgel sich selbst überlassen, bis ich mich um sie gekümmert und sie wieder spielfähig gemacht habe.

Von 1985 bis 1989 wurde ich nach Alexandria versetzt. In dieser Zeit fanden Restaurierungsarbeiten in der Kirche statt und anscheinend sind dabei einige Orgelpfeifen entwendet worden. Es fehlen drei Register. Wir haben versucht, die fehlenden Pfeifen durch andere Pfeifen von hier oder da zu ersetzen, aber ohne großen Erfolg. Hier nun eine kurze Beschreibung der Orgel:

PEDAL:

1) Subbass 16′ (holzgedackt);

2) Bourdon 16′;

3) Oktavbass 8′;

4) Choralbass 4′;

5) Bassflöte 2′

6) fehlt;

7) Basson 16′;

MANUAL I:

8) Bourdon 16′;

9) Prinzipal 8′;

10) Bourdon 8′;

11) Salicional 8′;

12) fehlt;

13) Praestant 4′;

14) Mixtur 4fach;

15) fehlt;

KOPPELN:

16) I/Ped.;

17) II/Ped.;

18) I/II;

19) Suboktav II/I;

20) Superoktav II/I;

21) Superoktav I;

MANUAL II:

22) Geigenprinzipal 8′;

23) Flut harmonique;

24) Vox Celeste 8′;

25) Gemshorn 4′;

26) Quint nazard 2 2/3;

27) Piccolo 2′;

28) Vox humana 8′;

29) Fagott Oboe 8′;

30) Tremulant: defekt;

In gutem Zustand sind: 1, 8, 9, 10, 11, 13, 14, 22, 23, 24,

16, 25, 26, 27, müssen gestimmt werden.

28, 29: Pfeifen fehlen.

3, 4, vom I. und II. Manual;

8, 10, (…);

Die Koppeln funktionieren gut.

Zur Reparatur der Orgel benötigten wir die folgenden Register im II. Manual:

Vox coelestis 8′ (Register Nr. 24),

Gemshorn 4′ (Register Nr. 25),

Piccolo 2′ (Register Nr. 27),

Vox humana (Register Nr. 28),

Oboe 8′ (Register Nr. 29),

Tremulant (Register Nr. 30.

Und außerdem:

einen Mechanismus zur Öffnung der Schweller des II. Manuals,

einen neuen Faltenbalg mit Windregler,

einen Windregler,

zumindest aber:

Vox humana (Register Nr. 28),

Oboe 8′ (Register Nr. 29).

P. Vincenzo Mistrih, Mousky, 2304/5


HÄFEN UND WEGE

2.4.1) Giaffa e Ramle map 1

2.4.2) Acri Haifa map 2
St. Peter’s Church
St. Peterskirche
Telefon: +972. 3 682.28.71
Öffnungszeiten der Heiligen Stätte
8.00-11.45 /15.00-17.00

Um an den Heiligen Stätten im Heiligen Land beten zu können, muss man sie zunächst erreichen. Hierbei spielen Zugangswege über Häfen und Straßen eine wichtige Rolle (bedenkt man, dass es Flugzeuge nicht immer gab). Und das ist das verbindende Argument, mit dem wir hier vier Städte, die heute zum Staat Israel gehören, vorstellen wollen, in denen die Kustodie des Heiligen Landes anwesend ist: Die Hafenstädte Jaffa (Tel Aviv), Akko und Haifa sowie die Stadt Ramla, ehemals Station für Pilger auf dem Weg von Jaffa nach Jerusalem.

Akko (Akkon, Acre): Berühmt wurde Akko als Hafenstadt und Regierungssitz insbesondere in der zweiten Phase der Kreuzzüge, nachdem Jerusalem 1187 n.C. dem arabischen Heer unter Sultan Saladin in die Hände gefallen war. Es wurde Sitz des Königs und des Patriarchen von Jerusalem. Die ersten Franziskaner kamen mit ihrem Ordensgründer, Franziskus von Assisi, nach Akko. Bis zur Rückeroberung der Stadt durch das Heer der Sarazenen (1291) war Akko Sitz des Provinzministers der Überseeprovinz und des Kustos des Heiligen Landes, der hier mit etwa sechzig Ordensbrüdern lebte. In Akko betreut die Kustodie des Heiligen Landes die lateinische Gemeinde und die Terra Sancta Schule mit ihren über 500 arabischen, sowohl muslimischen als auch christlichen, Schülern. Seit wenigen Jahren betreibt die Terra Sancta Schule ein Musikprojekt bestehend aus der „Tau-Band“ und dem Musikunterricht (in Kooperation mit dem städtischen Konservatorium).

Haifa:Ende der 1940er Jahre errichtete die Kustodie des Heiligen Landes hier ein Kloster als Zwischenstation für die Franziskaner, die auf dem Seeweg ins Land kamen oder es wieder verließen, und das auch Pilgern als Anlaufstelle diente. Die zunehmenden Flugreisen führten schließlich zur Schließung des Klosters. 2014 ist die Kustodie nach Haifa, die Stadt in Israel, in der die meisten Christen wohnen, zurückgekehrt und betreibt dort eine Schule mit vierzig Lehrern und siebenhundert Schülern für alle Jahrgänge, vom Vorschulalter bis zu den Abschlussklassen.

Ramla: Als eine Stadt die an einer der wichtigsten Verbindungswege zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer lag, wurde Ramla 716 von der Dynastie der Omaijaden gegründet und blieb Hauptstadt der Region, bis die Kreuzfahrer ins Land kamen und Ramla Sitz einer Seigneurie der Grafschaft von Jaffa und Askalon wurde. Aufgrund ihrer strategischen Lage schlugen große Heerführer wie Gottfried von Bouillon im 12. Jahrhundert oder Napoleon im 19. Jahrhundert während ihrer Feldzüge hier ihr Lager auf. In der christlichen Tradition wird Ramla als das antike Arimathäa angesehen, die Heimat Josefs, der Jesus in dem Grab beerdigte, das eigentlich für ihn selbst bestimmt war (das Heilige Grab). In Ramla betreut die Kustodie eine Pfarrgemeinde und leitet die für die arabische Bevölkerung ins Leben gerufene Terra Sancta Schule, die von muslimischen und christlichen Schülern besucht wird. Im Musikunterricht der Schule wird zurzeit an der Gründung einer Brass Band gearbeitet.

Jaffa (Joppe, Yafo): Die alte Stadt Jaffa verdankt ihre Bedeutung vor allem ihrem Naturhafen, auch wenn dieser klein war und ihm gefährliche Klippen vorgelagert waren. Die Apostelgeschichte berichtet von einer in enger Verbundenheit lebenden Gemeinschaft von Juden, die an Christus glaubten. Sie wurden in ihrem Glauben bestärkt, als der Apostel Petrus zu ihnen kam und eine Frau namens Tabitha wieder zum Leben erweckte. Hier in Jaffa auf dem Dach des Hauses des Gerbers Simon hatte der heilige Petrus die berühmte Vision eines großen weißen Linnen, das vom Himmel auf die Erde herabkam und alle Arten von Tieren, reine wie unreine, enthielt. Danach ging er nach Cäsarea, um den römischen Hauptmann Kornelius in der Kirche aufzusuchen, der als erster Heide mit seiner ganzen Familie zum Christentum übertrat (Apg 10).

Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Jaffa

In Jaffa betreut die Kustodie des Heiligen Landes zwei Kirchen: Die Kirche des heiligen Petrus, die mit ihrem Turm auf dem Felsen oberhalb des Hafens weithin sichtbar ist, und die Kirche des heiligen Antonius mit der Pfarrei, der Grundschule und der weiterführenden Schule für die arabischen Staatsangehörigen. Eine besondere Aufgabe der beiden Franziskanerkonvente in Jaffa besteht in der Betreuung der vielen christlichen Einwanderer, deren Zahl die der einheimischen Christen übersteigt.

An der Peterskirche in Jaffa zeigt sich mehr als an jedem anderen Ort der Vorteil, der die Kustodie als Gemeinschaft, deren Mitglieder aus der ganzen Welt stammen, auszeichnet, besonders wenn es um die Pastoralarbeit mit Einwanderern geht. Diese wird vom lateinischen Patriarchat organisiert und erfolgt in verschiedenen Sprachen. In Zusammenarbeit mit dem Antoniuskonvent bieten die Franziskaner der Peterskirche in Jaffa Philippinern, Indern (in mehreren Sprachen), Eritreern, Äthiopiern, Nigerianern, Ghanaern, Einwanderern aus Sri Lanka, Süd- und Nordamerika, aber auch aus Italien, Polen oder anderen Teilen Europas ihre vielfältigen Dienste an. Von großer Bedeutung ist auch die Pastoralarbeit mit hebräisch sprechenden Christen. In Jaffa erlebt man die Faszination einer abwechslungsreiche Vielfalt und Fülle an Farben und Tönen.

Die Orgeln in Jaffa

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Beide Kirchen in Jaffa verfügen über Pfeifenorgeln. In der St. Antoniuskirche steht eine Rieger Orgel von 1896, die im Laufe der Zeit vielfach abgeändert wurde und sich heute in einem sehr schlechten Zustand befindet.

St. Peter besitzt nun seit dem 15. Juni 2014 eine kleinere Pfeifenorgel. Diese wurde zwar erst vor kurzem aufgestellt, kann jedoch auf eine längere Geschichte zurückblicken. Es ist die älteste Orgel in Israel und Palästina. Eine Plakette über der Tastatur bestätigt:

 

“N.359
Agati Nicomede e Fratelli
Fabbricanti d’Organi
Costruirono l’anno 1847
IN PISTOIA”.

{N.359. Agati Nicomede & Brüder, Orgelbauer, bauten [sie] im Jahr 1847 in Pistoia [Toskana, Italien]}

Eine italienische oder genauer toskanische Orgel, die von dem spanischen Franziskaner und Orgelbauer Delfino Fernandez Taboada restauriert und im Christian Information Center in Jerusalem am Jaffa Tor aufgestellt worden war; am 15. Juni 2014 wurde sie von dem israelischen Orgelbauer Gideon Shamir abgebaut und hat jetzt ihren Platz in der St. Peterskirche in Jaffa gefunden.

Nun erklingt diese alte Orgel endlich wieder in Jaffa in einer Kirche, in der es bisher keine Orgel gab, und wird auch beim Heilig-Land-Orgelfestival zu hören sein.

DISPOSITION:

Breite: 150 cm

Höhe: 285 cm

Tiefe: 70 cm

Prinzipal 8’ (im Bass)

Prinzipal 8’ (im Diskant)

Oktave 4’

Decimaquinta 2’

Decimanona

Vigesima seconda

Voce Angelica 8’

Flauto a Fuso 4’

Nazard 2 2/3’

Flagioletto

Die Tastatur umfasst 50 Töne.

Das Pedal ist mit der ersten Kurzoktave an das Manual gekoppelt (scavezza). Zusätzlich gibt es einen Percussionseffekt.

LINKS:

Web: http://organ.org.il/pws/page!5206

BIBLIOGRAPHIE:

Sabin und Gerard Levi, Organ Culture in Israel and Palestine, Lexington, Usa, 2011

 


NAZARETH UND GALILÄA

2.2 d) Nazareth and surrounding map

Verkündigungsbasilika und Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Nazareth

Franziskanerkloster und Verkündigungsbasilika
Al-Bishara str.
P.O.Box 23
16100 Nazareth
ISRAEL

Tel:
+972. 04 657 25 01 (Kloster)
+972. 04 656 00 01 (Informationen für Pilger)
E-Mail: basilicanazareth@gmail.com
Website: http://www.nazaret-it.custodia.org

Öffnungszeiten der Verkündigungsbasilika

• Unterkirche (Grotte): 5.45 – 21.00

• Oberkirche: 8.00 – 18.00

Öffnungszeiten der St. Josefskirche 7.00 – 18.00

Öffnungszeiten des archäologischen Museums:

Montag – Sonntag: 8.00 – 12.00 / 14.00 – 18.00 (Im Winter schließt das Museum um 17.00.)

Das Geheimnis der Menschwerdung Christi nimmt seinen Anfang an diesem Ort, an dem der Erzengel Gabriel Maria die Geburt Jesu verkündete. Die moderne Basilika umschließt die kostbaren Überreste des „Hauses der Maria“ und weitere Zeugnisse der langen Geschichte

christlicher Lebens.

Seit 1620 ist die heilige Stätte im Besitz der Franziskaner, die hier 1730 innerhalb von sechs Monaten eine kleine Kirche errichten durften, welche mit kleineren Abänderungen bis 1954 bestehen blieb. Dann wurde der Bau einer neuen Kirche beschlossen und franziskanische Archäologen unter der Leitung von P. Bellarmino Bagatti nutzten die Gelegenheit, das Gelände eingehend zu erforschen. Die heutige Basilika wurde 1969 eingeweiht.

Die christliche Tradition kennt in Nazareth außer der Verkündigungsbasilika auch die Kirche des hl. Josef, auch Kirche der Ernährung genannt, weil Jesus hier aufwuchs und den Beruf seines Vaters erlernte. 1754 erwarben die Franziskaner diesen Ort, an dem auf den Resten der alten Kapelle 1914 die heutige Kirche von Bruder Wendelin Hinterkeuser errichtet wurde.

Heute zählt die franziskanische Pfarrgemeinde der Verkündigungskirche 5000 Gläubige.

Das Terra Sancta College der Franziskaner, dessen großes Gebäude sich unmittelbar an das Kloster anschließt, bietet 800 christlichen und muslimischen Schülern Platz und fördert so das friedliche Zusammenleben beider Religionen. Weitere soziale Aktivitäten richten sich an die Bewohner eines Altenheims und an Menschen mit einer Behinderung, für die es eine eigene Einrichtung gibt. Darüber hinaus hält die Kustodie Unterkünfte für Bedürftige bereit.

Die Pilgerhotel Casa Nova, heute komplett saniert und renoviert,ist häufig ein erster Willkommensgruß der Franziskaner, mit dem der Besucher, der ins Heilige Land kommt und hier die erste Nacht verbringt, empfangen wird. Sie liegt strategisch günstig, denn man braucht nur die Straße zu überqueren und steht von der Verkündigungsbasilika.

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Galiläa

In Galiläa im Staat Israel betreut die Kustodie des Heiligen Landes eine Vielzahl von heiligen Stätten, Kirchen, Ausgrabungsstätten und Aktivitäten. An erster Stelle sei hier Nazareth genannt, die Stadt der Heiligen Familie. Die Liste enthält – ohne alle Orte zu nennen – Orte am Galiläischen Meer, auch Kinnereth („Harfenmeer“) oder See Genezareth genannt, wie Kafarnaum (die Stadt des Petrus und der Synagoge, in der Jesu seine Rede vom Brot des Lebens hielt), Tabgha (mit der Primatskapelle des heiligen Petrus und der Stätte des Wunders der Brotvermehrung), die Überreste der Stadt Magdala und die Kirche auf dem Berg der Seligpreisungen, die Klosterkirche und Pfarrei St. Peter in Tiberias mit der Pilgerherberge Casa Nova (jetzt unter der Leitung der Koinonia Gemeinschaft). Auf dem Weg zurück nach Nazareth liegt, nicht zu übersehen und unbedingt einen Besuch wert, die herrliche Basilika der Verklärung auf dem Berg Tabor. Unweit von Nazareth liegt Kana, die Stätte, die an das erste Wunder Jesu erinnert, mit der Kapelle des heiligen Bartholomäus und einer bedeutenden Pfarrei.

In Naim, dem Ort, an dem Jesus den Jüngling, den einzigen Sohn einer Witwe, wieder zum Leben erweckte, hat die Kustodie vor kurzem (obwohl alle Einwohner des Ortes Muslime sind) die Kirche renoviert, um sie für Pilgern bereitzuhalten. Eine bedeutende seelsorgerische Aufgabe leistet auch das Kloster des heiligen Erzengels Gabriel in Mujeidel (Migdal Haemeq).

Die Orgeln der Kustodie des Heiligen Landes in Nazareth

Am achten Dezember 2012 wurden in Nazareth drei Orgeln der österreichischen Orgelbauwerkstatt Rieger eingeweiht. Eine Orgel wurde für die Sankt Josefskirche konzipiert, eine andere für die Unterkirche und die größte der drei Orgeln für die Oberkirche der Verkündigungsbasilika.

Der italienische Organist Paolo Oreni, der für die Einweihungsfeierlichkeiten engagiert worden war, hat die Instrumente in einem kurzen Interview vor dem Konzert folgendermaßen charakterisiert:

Die Orgel in der Josefskirche: ein sehr schönes Instrument, sie hat ein einzelnes zweigeteiltes Manual (Bass/Diskant), was dem Organisten ermöglicht, Wechselgesänge zu begleiten.

Die Orgel in der Unterkirche verfügt über zwei Manuale und 16 Register; sie zeichnet sich durch eine besondere, dezente Intonation aus und eignet sich vortrefflich zum Spielen von Barockmusik;                                                                                                                      

Die Orgel in der Oberkirche, das größte der drei Instrumente, eine symphonische Orgel, sie ist in zwei Gehäuse aufgeteilt und hat drei Manuale (C-A3) mit 40 Registern sowie 9 Register im Pedal (C-F1). Diese Orgel ist besonders kraftvoll mit Orchesterinstrumenten wie Flöte, Oboe, Trompete, denn die Oberkirche wegen ihrer Dimension und ihrer grandiosen Kuppel braucht diesen mächtigen Klang, der ihren ganzen Raum füllt und der die Pilger in ihrem Gesang unterstützt. Ein außerordentliches Instrument, das gut zu diesem prachtvollen Ort passt.“

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LINKS

Einweihung der drei neuen Orgeln in Nazareth (8. Dezember 2012)

Vorstellung der Orgel (P. Armando Pierucci)
(Italienisch): http://it.custodia.org/default.asp?id=4&ricerca=organi&id_n=22258
Zeitungsartikel (Bruder Riccardo Ceriani)
(Italienisch): http://it.custodia.org/default.asp?id=4&ricerca=organi&id_n=22294
(Englisch): http://www.custodia.org/default.asp?id=779&ricerca=organs&id_n=22322

Video der Einweihungsfeier:

(Italienisch): http://youtu.be/Nyb-cvhKbig
(Englisch) : http://youtu.be/L8MMxM5iFb8
(
Arabisch): http://youtu.be/_K9oZXpgleg

Technische Angaben der beiden Rieger-Orgeln in der Verkündigungsbasilika in Nazareth:

Orgel in der oberen Basilika (Oberkirche)

Hauptwerk         I. Man.      C – a3

  1. Bourdon                                16′
  2. Principal                               8′
  3. Flauto armonico                  8′
  4. Gamba                                   8′
  5. Bourdon camino                  8′
  6. Oktave                                   4′
  7. Flöte                                       4′
  8. Duodecima                           2 2/3′
  9. Decimaquinta                      2′
  10. Ripieno grave           IV        2′
  11. Ripieno acuto           III        1′
  12. Kornett                       V          8′
  13. Trompete                               16′
  14. Trompete                               8′

Positiv                        II. Man.          C – A3

  1. Principalino                         8′
  2. Bourdon                                8′
  3. Octave                                   4′
  4. Flauto camino                      4′
  5. Sesquialtera             II         2 2/3′
  6. Flöte                                       2′
  7. Decimanona                         1 1/3′
  8. Piccolo                                  1′
  9. Cimbalo                     III – IV1′
  10. Cromorne                              8′

Tremulant

Recitativ                    III. Man.         C – a3

  1. Quintatön                             16′
  2. Flauto                                                8′
  3. Bourdon                                8′
  4. Viola da Gamba                   8′
  5. Viola celeste                         8′
  6. Ottavina                                4′
  7. Traversflöte                          4′
  8. Nazard                                   2 2/3′
  9. Flauto ottav.                         2′
  10. Terz                                         1 3/5′
  11. Pienino                      III – V  2′
  12. Basson                                   16′
  13. Trompete                               8′
  14. Oboe                                      8′
  15. Clarino                                  4′
  16. Campane (Röhrenglocken)            g-g2

Tremulant

Pedal                                      C-f1

  1. Principale                             16′
  2. Subbass                                 16′
  3. Violon                                                16′
  4. Octave                                   8′
  5. Violoncello                           8′
  6. Bourdon                                8′
  7. Flauto concerto                   4′
  8. Bombarda                             16′
  9. Posaune                                8′

Koppeln:        II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Spielhilfen:   Rieger Setzersystem:

10 User with

1000 Combinations each with

3 Inserts each

Archive for 250 Tracks with

250 Combinations each

4 Crescendi adjustable

Sequencer

Copy function; Repeat function, General cancel

Spieltisch:     Elektrisch

Specials:        Rieger Tuning System; Rieger Replay System

Orgel der unteren Basilika (Unterkirche)

Hauptwerk                I. Man.           C – a3

  1. Principal                               8′
  2. Viola da Gamba                   8′
  3. Bourdon                                8′
  4. Octave                                   4′
  5. Principal                               2′
  6. Ripieno          III                    2′
  7. Trompete                               8′

Positiv (expr.)           II. Man.          C – a3

  1. Copula                                   8′
  2. Salicional                             8′
  3. Flauto armonico                  8′
  4. Flöte                                       4′
  5. SesquialteraII                     2 2/3′
  6. Flöte                                       2′

Pedal                                                  C-f1

  1. Subbass                                 16′
  2. Bourdon                                8′
  3. Basson                                   16′

Koppeln:        II/I, I/P, II/P

Accessories:Rieger Kombinationssystem:

10 User with

1000 Combinations each with

3 Inserts each

Archive for 250 Tracks with

250 Combinations each

Sequencer

Copy function

Repeat function

General cancel

Spieltisch:     Elektrisch

Specials:        Rieger Tuning System; Rieger Replay System

Orgel der Josephkirche

Manual                                   I.          C – g3

  1. Principale                             8′
  2. Flauto                                                8′
  3. Salicional                             8′
  4. Bordone                                 8′
  5. Ottava                                    4′
  6. Flauto                                                4′
  7. Duodecima                           2 2/3′
  8. Decimaquinta                      2′
  9. Decimanona                         1 1/3′

Tremolo

Pedal                                                  C – f1

  1. Subbasso                              16′

Coupler

I/P

Detached console

Electrical key and stop action

Divided manual

 


JERUSALEM UND UMGEBUNG

St. Saviour’s Monastery
1, St. Francis Street (New Gate)
P.O.B. 186
9100101 Jerusalem

Tel:
+972. 02 / 6266.777 (Pforte)
+972. 02 / 6266.563 (Sekretariat der Kustodie)
E-Mail: custodia@custodia.org
Web-Adresse: www.custodia.org

Öffnungszeiten der Kirche:
6.30 Uhr – 8.30 Uhr an Werkstagen
8.00 Uhr – 12.00 / 17.00 Uhr – 19.00 Uhr an Feiertagen

Map of Jerusalem and Surrounding Areas

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Jerusalem

Die Kustodie des Heiligen Landes ist seit dem 13. Jahrhundert in Jerusalem anwesend und hat ihren Sitz seit 1559 ohne Unterbrechung im St. Salvatorkloster. Die wichtigsten Heiligen Stätten, die von der Kustodie betreut werden, sind: das Heilige Grab (Kirche und Kloster, gemeinsam mit anderen christlichen Kirchen), Getsemani (Kloster, Todesangstbasilika oder Kirche der Nationen, Garten Getsemani, Grotte des Verrats, der Garten des Gebets Romitaggio), die Stätte der Geißelung (Kloster, Verurteilungskapelle, Geißelungskapelle, ein Museum, in dem u.a. einige Orgelpfeifen aus dem 13. Jahrhundert aufbewahrt werden), das Kloster des heiligen Franziskus am Abendmahlssaal (Coenaculum), Kapelle und Kloster Dominus Flevit auf dem Ölberg, das Palmenkloster und die Palmenkapelle in Betfage (wo sich die Druckerei Franciscan Printing Press befindet und wo ungefähr sechzig christliche Familien in einem kürzlich von der Kustodie des Heiligen Landes errichteten Gebäudekomplex leben), in Bethanien (Kloster und Kirche mit dem Grab des Lazarus), in Ein Kerem (Kloster und Kirche des Heiligen Johannes des Täufers, wo seit 1893 eine Mauracher Orgel steht, eine Pilgerherberge, Kloster und Kirche der Heimsuchung (Visitatio), in dem sich eine Costamagna Orgel befindet, das Kloster des heiligen Johannes in der Wildnis in Even Sapir). Zudem ist die Kustodie in Ostjerusalem in dem arabischen Wohnviertel Beit Hanina mit einer großen, wichtigen Filiale vertreten sowie in Westjerusalem in einem jüdischen Viertel mit dem Kloster dell’Immacolata, besser bekannt als das Terra Sancta College, das die Fernsehstudios des Franciscan Media Center und den hiesigen Sitz der Franciscan Foundation for the Holy Land beherbergt.

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Sankt Salvator

Wie Jerusalem das Herz der Christenheit ist, so ist das Salvatorkloster das Herz der Kustodie des Heiligen Landes. Hier befindet sich der Sitz des Kustos und der Kurie mit ihren Arbeitszimmern und von hieraus werden zahlreiche Einrichtungen und Aktivitäten verwaltet: die Lateinische Pfarrgemeinde von Jerusalem (schon vor 1616), die große franziskanische Ordensgemeinschaft der Minderbrüder, die die offiziellen Pilgerreisen betreut und für die Liturgie in der Grabeskirche zuständig ist, die Musikschule (Magnificat-Institut), die Druckerei (Franciscan Printing Press), die große Bibliothek, das Studium Theologicum Jerosolymitanum, das Internationale Priesterseminar der Franziskaner, die Redaktion der Website custodia.org, die französische Zeitschrift Terre Sainte unddie arabische Zeitschrift As-Salam Wal Khair, das Terra Sancta Museum (dessen Eröffnung bevorsteht), das Heilig-Land-Orgelfestival, das technische Büro, ein Geschäft für religiösen Bedarf und sonstige Dienstleistungen. In unmittelbarer Nähe des Klosters befinden sich außerdem die Pilgerherberge Casa Nova, das Christian Information Center,eine weiterführende Mädchen- und eine Jungenschule, die Terra Sancta Schule.

Die Sankt Salvatorkirche

Die Salvatorkirche liegt innerhalb der Altstadtmauern von Jerusalem in unmittelbar neben dem Neuen Tor. Ihr eleganter, sehr hoher Glockenturm ist überall in Jerusalem sichtbar.

Das Salvatorkloster wird seit 1559 von den franziskanischen Minderbrüdern der Kustodie des Heiligen Landes bewohnt. Diese waren 1551 von ihrem rechtmäßigen Sitz, ihrem Kloster auf dem Berg Zion, das heißt von der Heiligen Stätte des Abendmahlssaals, vertrieben worden. wo sie seit 1335, als sie das Grundstück und die heilige Stätte vom ägyptischen Sultan erworben hatten (das Dokument ist im Original erhalten), ansässig gewesen waren. Da es an der Heiligen Stätte des Abendmahlssaals nicht mehr erlaubt war, zu beten und die Eucharistie zu feiern – ein Problem, das bis heute nicht gelöst ist und immer wieder zu Spannungen mit Muslimen und Juden führt -, übertrug Papst Pius IV. mit der Bulle Divina disponente clementia vom 17. Juli 1561 der St. Salvatorkirche die Ablässe des Abendmahlssaals. Diese wurden von Papst Leo XIII. anlässlich des Neubaus und der Konsekration der Kirche 1885 bestätigt.

Der Kustos, der den bezeichnenden Titel „Guardian des Bergs Zion“ trägt, feiert hier am Gründonnerstag und zu Pfingsten das Pontifikalamt, bis dies wieder – so Gott will – im Abendmahlssaal möglich sein wird.

Die Orgel der Sankt Salvatorkirche

Schon 1630 besaß die Salvatorkirche eine Orgel, eine von zwei Orgeln, deren Klänge über drei Jahrhunderte in Jerusalem zu hören waren (die andere Orgel war die in der Heilig Grab Kirche, vgl. Metodio Brlek, La Chiesa di San Salvatore, Franciscan Printing Press, 1985, mit vielen Details, Anekdoten, einer Bibliografie, auch online erhältlich unter: www.edizioniterrasanta.it ). 1885 wurde eine neue Kirche errichtet und diese erhielt eine neue Orgel, die im Laufe der Folgejahre mehrfach umgebaut wurde. Nachdem sie ursprünglich mit einer mechanischenTraktur venezianischer Tradition von der Orgelwerkstatt Callido-Bazzani versehen war, wurde sie später von dem Mailänder Orgelbauer Locatelli umgearbeitet. Bald darauf erhielt sie von der in der Lombardei und Piemont tätigen Orgelbauwerkstatt Vegezzi-Bossi ein pneumatisches System. Um 1960 konstruierte der Orgelbauer Tamburini aus Crema einen neuen dreimanualigen Spieltisch und eine elektrische Traktur. Zur selben Zeit hatte die Orgelbauwerkstatt der Kustodie des Heiligen Landes unter Verwendung von Materialien verschiedener Orgelbauschulen und Epochen ein neues Pfeifenwerk hinzugefügt, das versetzt vom Hauptwerk aufgestellt wurde. Dann erkrankte der Werkstattleiter Bruder Delfino Fernandez Taboada, ein begnadeter und verdienstvoller Orgelbauer, der sich nicht weiter um die Pflege der Orgel kümmern konnte.

Nach dessen Tod war die Orgel über dreißig Jahre lang weitgehend vernachlässigt worden und letztlich derart heruntergekommen, dass an eine Restaurierung nicht mehr zu denken war. Die Kosten für eine Reparatur wären ins Unermessliche gestiegen und das Instrument hätte dabei schließlich seinen Charakter verloren. So wurde der Bau einer neuen Orgel beschlossen.

P. Pierbattista Pizzaballa, der derzeitige Kustos des Heiligen Landes und Präsident des Heilig-Land-Orgelfestivals, dem wir die obigen (von Pater Armando Pierucci dokumentierten) Angaben zur Geschichte der Orgel verdanken, erinnert in der Festschrift zur Einweihung der neuen Orgel mit Worten des Dankes und der Zuneigung an Pater Stanislaus Bertagnolli, den österreichischen Kommissar des Heiligen Landes. Dieser hatte sich schon 1982 für die Finanzierung und Realisierung der neuen Orgel in der Grabeskirche eingesetzt und später dann mit einem ebenso unermüdlichem Engagement für die neue Orgel 2002 in Bethlehem, die drei neuen Orgeln 2012 in Nazareth und nun zuletzt für die neue Orgel am Altar der heiligen Magdalena für die Kantorei der Grabeskirche Alle Orgeln stammen aus dem Haus Rieger in Österreich.

Die Orgel für Sankt Salvator wurde 2007 fertiggestellt und im April 2008 folgte ihre feierliche Einweihung. Zu diesem Anlass hatte das Magnificat-Institut in Jerusalem vier Konzerte veranstaltet mit den Organisten Enrico Zanovello (Einweihungskonzert am 6. April), Pater Armando Pierucci (Titularorganist der Grabeskirche und der Salvatorkirche sowie Gründer und Direktor des Magnificat-Instituts), Pierluigi Comparin und Lorenzo Signorini. An dem Einweihungsfeierlichkeiten waren auch der Chor der Kustodie des Heiligen Landes und der Yasmeen Chor des Magnificat-Instituts unter der Leitung von Hania Soudah Sabbara, Anne Laurent (stellvertretende Organistin in der Grabeskirche) und das Blechbläser-Ensemble des Konservatoriums von Vicenza beteiligt. Das Magnificat-Institut setzte die Feierlichkeiten im Oktober mit weiteren Konzertveranstaltungen fort.

Die Rieger-Orgel in der Salvatorkirche wurde nach Entwürfen von Pater Armando Pierucci in Zusammenarbeit mit Wendelin Eberle von der Firma Rieger gebaut. Die Festschrift berichtet wie folgt:

„Nach meinen Gesprächen mit Pater Armando sollte die Orgel zwei Spieltische haben, einen elektrischen, der den derzeitigen Spieltisch ersetzt, und einen mechanischen, der direkt an der Orgel plaziert ist. Zwei Spieltische entsprechen den unterschiedlichen Trakturen, einer elektrischen und eine mechanischen.

Die mechanische Traktur ist besonders wichtig für den Organisten, um vertraut zu werden mit dem besonderen Gefühl für die sehr feine Verbindung zum mechanischen System. Es erlaubt dem Organisten eine wesentlich differenziertere musikalische Ausdrucksweise, weil es eine direkte Verbindung vom Finger zum Pfeifenventil gibt. Der Organist kann den Druck der einströmenden Luft je nachdem beeinflussen, wie er das Ventil öffnet.

Die elektrische Traktur ist erforderlich, weil der zweite Spieltisch unten in der Apsis der Kirche steht. Der tägliche Gebrauch der Orgel zur Unterstützung der liturgischen Gebetszeiten und die Notwendigkeit, Choraufführungen zu begleiten rechtfertigt diesen zweiten Spieltisch.“

Die Disposition der Orgel sieht wie folgt aus:

St Saviour Organ Info

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LINKS

Weitere Informationen über die Orgel in der Salvatorkirche stehen unter den folgenden Adressen im Internet bereit:

Die Orgelseite http://www.organcompendium.info/organi/euro25.html (italienisch)

Israel Organ Association

http://organ.org.il/pws/page!6107 (französisch)
http://organ.org.il/pws/page!6106 (englisch)
http://organ.org.il/pws/page!6070 (hebräisch)
http://organ.org.il/pws/page!6263 (französisch)
http://organ.org.il/pws/page!6285 (englisch)

BIBLIOGRAPHIE

Inauguration of the “Rieger” Organ – April 2008 – Jerusalem St. Saviour’s Church, Franciscan Printing Press, Jerusalem, 2008.
Sabin and Gerard Levi, Organ Culture in Israel and Palestine, Lexington, Usa, 2011.

Das Video der Einweihung (vom 6. April 2008) in italienischer Sprache:
https://www.youtube.com/watch?v=nbxGxUieK1U


BETHLEHEM UND JUDÄA

Bethlehem – Franciscan Monastery
Santa Caterina “ad Nativitem”
P.O.B. 45 Bethlehem
PALESTINIAN AUTHORITY

Tel: +970. 02 / 274.24.25
Betlehem map
Website: http://www.bethlehem.custodia.org

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Judäa

Die Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Judäa (außer Jerusalem und Umgebung, die gesondert vorgestellt werden) konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf zwei sehr alte und sicherlich die zwei bekanntesten der von der palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Städte: Jericho und Bethlehem.

Jericho war die älteste befestigte Stadt der Welt. Im Laufe ihrer 8000- oder 9000-jährigen Geschichte erlebte sie Zeiten prachtvollen Ruhms und Zeiten vollständiger Zerstörung. Während der Zeit der britischen Mandatsverwaltung (1920 – 1948) haben die Minderbrüder der Kustodie dazu beigetragen, diese Oase in der Jordansenke mitten in der judäischen Wüste wieder zum Erblühen zu bringen, indem sie begannen, Früchte wie Pampelmusen oder Papayas anzubauen. In Jericho, wo Jesus den Blinden Bartimäus heilte und den reichen Zöllner Zachäus bekehrte, betreut die Kustodie des Heiligen Landes die katholische Pfarrei zum Guten Hirten mit etwa 200 Gläubigen. Hier betreibt sie eine Terra Sancta Schule, die überwiegend von muslimischen Schülern besucht wird. In der Nähe von Jericho am Ufer des Jordan führt die Kustodie jedes Jahr einen Zug von Pilgern zu einem großen Gottesdienst an die Taufstelle Jesu. Nach der Palmsonntagsprozession, die in Jerusalem stattfindet, ist dies die größte öffentliche Zusammenkunft von Christen im Nahen Osten.

In Bethlehem und Umgebung betreut die Kustodie des Heiligen Landes die St. Katharinenkirche und das Katharinenkloster unmittelbar neben der Geburtskirche, wo die Franziskaner in der Geburtsgrotte für die Gottesdienste nach lateinischem Ritus zuständig sind. Pilger finden Unterkunft in der Casa Nova, einem Hotel innerhalb des Gebäudekomplexes, der Kloster und Kirche mit einschließt, oder in einem direkt angrenzenden Hotel. Weitere von der Kustodie verwaltete, vielbesuchte Pilgerstätten sind die „Milchgrotte und das Hirtenfeld“.

In Bethlehem sind Franziskaner auf unterschiedlichen Ebenen tätig, so beispielsweise mit Aufgaben vor Ort wie: in der Gemeindepastoral, in Jungenschulen, im ACL sowie im Franciscan Social Services Office. Darüber hinaus gibt es Einrichtungen, die mit der Kustodie verbunden sind, aber nicht direkt von ihr verwaltet werden, wie die Società Antoniana. Aus dem Leben der Franziskaner in Bethlehem sind im Laufe der Jahrhunderte weitere Schwerpunkte hervorgegangen, die zwar indirekt mit der Kustodie verbunden sind, aber von Frauen- und Männerorden geleitet werden und mit den Franziskanern zusammenarbeiten.

Als Zeichen für ihr Engagement in der Gesellschaft, insbesondere im Bereich der Bildung, ist die Kustodie des Heiligen Landes im Jahr 2013 auf der vertraglichen Grundlage eines Shared Property-Vertrags Miteigentümerin der Universität Bethlehem geworden.

Zu bemerken bleibt, dass alles, was wir anbieten, sich an die ganze Bevölkerung richtet ohne Unterschied des Glaubens oder der Religion.

Die Orgel der St. Katharinenkirche in Bethlehem

2002 – im Jahr ihrer Aufstellung – wurde die Orgel von St. Katharina in Bethlehem auf ihre Weise zur „Märtyrerin“ des Konflikts zwischen Palästinensern und Israelis, als die

Geburtskirche und der angrenzende Franziskanerkonvent besetzt und belagert waren. Zur Märtyrerin wurde sie im eigentlichen Sinn des Wortes, als Zeugin dessen, was geschah.

Ein Artikel, den Pater Armando Pierucci und Pater George Lewett (der die Ereignisse selbst miterlebt hatte) 2004 in der Zeitschrift Terra Santa veröffentlichten, schildert die Geschehnisse wie folgt:

Mit dem Aufbau der Orgel wurde im März 2002 begonnen und er war noch nicht abgeschlossen, als die Kirche Anfang April 39 Tage lang belagert wurde: mit den Palästinensern drinnen und den Israelis draußen. Einige Palästinenser starben, viele erkrankten; der Pfarrgemeindesaal brannte bei einem nächtlichen Angriff vollständig nieder. Und die Orgelpfeifen, die sich darin befanden? – Die Holzpfeifen waren verbrannt, die Metallpfeifen geschmolzen. Zum Glück hatten wir einige Pfeifen schon vorher in der Kirche aufgestellt. Im Juni 2002 kamen die Orgelbauer aus Österreich wieder hierher, um zu retten, was zu retten war. Doch erst im November 2003, als alle zerstörten Pfeifen ersetzt waren, konnten die Arbeiten abgeschlossen werden und die Orgel wieder in ihrer ganzen Pracht erklingen.

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Und es folgt eine Beschreibung der Orgel:

„Zu Beginn des Projekts kamen die Orgelbauer des Hauses Rieger mehrere Male nach Bethlehem, um auszumachen, wo die Orgelpfeifen am besten aufgebaut werden sollten. Die Lösung bestand darin, die Orgel aufzuteilen: die Chororgel wurde in der Apsis unterhalb des Fensters mit der Darstellung der Geburt Jesu aufgestellt; der andere Teil kam auf die Empore oberhalb der Eingangstür. Die klangliche Ausrichtung wurde von den Organisten vom Heiligen Grab und von Bethlehem, Pater Armando Pierucci und Pater George Lewett zusammen mit dem Inhaber der Firma Rieger Dr. Christoph Glatter-Götz durchgeführt. Das Ziel bestand darin, nicht der alten Orgel nachzutrauern, sondern ein neues Instrument zu erschaffen, das den Zauber von Bethlehem zum Erklingen bringt, den jeder in seinem Herzen trägt: die Schalmei der Hirten, den Chor der Engel, die Glocken aus Kindertagen und vielleicht auch die Glöckchen am Weihnachtsbaum. Vor allem aber wollte man eine Orgel bauen im Umfang von 53 Registern, die Nachtigallen nicht mitgerechnet, und insgesamt 3443 Pfeifen, auf der man einen großen Teil der Orgelliteratur spielen kann.“

Technische Angaben
Generalspieltisch

Grand Organo                   I.    Manual          C – g3

  1. Bordon                       16′
  2. Principal                    8′
  3. Bordon                       8′
  4. Flauto armonico      8′
  5. Vox Humana             8′
  6. Octave                                    4′
  7. Flauto                                    4′
  8. Duodecima               2 2/3′
  9. Decimaquinta                       2′
  10. Ripieno 4fach                        2′
  11. Cornetto 5fach          8′
  12. Tromba (Trompete)16′
  13. Tromba                      8′
  14. Tromba                      4′

Positiv (Chororgel)      II.        Manual         C – g3

Aufstellung s.u.

(Récit espressif) Schwellwerk

                                       III.    Manual          C – g3

  1. Bordon                       8′
  2. Gamba                                    8′
  3. Vox coelestis                        8′
  4. Principale                  4′
  5. Flauto in ottava       4′
  6. Duodecima               2 2/3′
  7. Ottavino                     2′
  8. Piccolo                                    1′
  9. Ripieno 5fach                        2′
  10. Cornetto 5fach          8′
  11. Tromba armonica    8′
  12. Oboe                          8′
  13. Clarino                                    4′
  14. Vox humana             8′

Tremulant

Pedal                                                   C – f1

  1. Contrabass                16′
  2. Subbass                     16′
  3. Quinta                                    10 2/3′
  4. Violoncello               8′
  5. Flauto                                    8′
  6. Flauto                                    4′
  7. Bombarda                 16′
  8. Tromba                      8′
  9. Tromba                      4′

Koppeln:

II/I

III/I

III/II

I/P

II/P

III/P

Spielhilfen:        

8 X 96 Setzerkombinationen

Sequenzschalter

General cancel

Memory Card System

Additional

Campane (Röhrenglocken)                        g0 – g2

Campanelli (Schalenglocken)                   c0 – f2

Usignoli (Nachtigall)

Disposition Positiv – Chororgel                                 

Positiv             II. Manual     C – g3

  1. Principal                    8′
  2. Bordon                       8′
  3. Salicional                  8′
  4. Octave                                    4′
  5. Flauto                                    4′
  6. Duodecima               2 2/3′
  7. Decimaquinta                       2′
  8. Decimanona             1 1/3′
  9. Piccolo                                    1′
  10. Ripieno 5fach                       1′
  11. Tromba                      8′
  12. Cromorne                   8′

Tremulant

Pedal                                                   C – f1

  1. Subbass                     16′
  2. Principal                    8′
  3. Octave                                    4′

Koppel:

I/P

Soundcloud:

https://soundcloud.com/terrasanctaorganfestival/bethlehem_st-catherine-by-fr-george-lewett

Bibliography:

Christoph Glatter-Götz, “Die neue Rieger-Orgel der Kirche St. Caterina (Geburtskirche) in Bethlehem” in Ars Organi, Heft 3, p. 172, September 2002.

Armando Pierucci, George Lewett, “Il nuovo organo per Betlemme. Ha 3443 canne e va canonizzato” in La Terra Santa, III-2004, Franciscan Printing Press, Jerusalem, 2004.

Sabin and Gerard Levi, Organ culture in Israel and Palestine, (2005), Lexington KY, 2011.

 


EMMAUS EL-QUBEIBEH KLOSTER UND KIRCHE

Emmaus

Terra Sancta – Heiliges Land
El-Qubeibeh
Palästinensische Gebiete

Tel: +970. 2247.36.12
+970. 2 247.36.13 (Schwestern)
Fax: +970. 2 247.36.14
Web:
http://it.custodia.org/default.asp?id=1761

Öffnungszeiten der Heiligen Stätte
Sommer: 8.00-12.00, 14.00-18.00
Winter: 8.00-12.00, 14.00-17.00

Aktivitäten der Kustodie des Heiligen Landes in Emmaus

Landschaftlich gesehen ist El-Qubeibeh einer der schönsten und gesündesten Orte in Palästina, 780 Meter hoch gelegen in einer Hügellandschaft inmitten von Olivenhainen. Hier ereignete sich eine der faszinierendsten, spirituell und heilsgeschichtlich bedeutsamsten Geschichten der Evangelien, die Erzählung über die Jünger von Emmaus (LK 24,13-35). Das 11 Kilometer nordwestlich von Jerusalem gelegene El- Qubeibeh gilt in der Tradition als der Ort, der wegen seiner geografischen Lage zu Jerusalem mit der höchsten Wahrscheinlichkeit dem biblischen „Dorf namens Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt“ (Lk) entspricht. Für die Kustodie ist diese Stätte, die sie 1861 zum Geschenk erhielt und an der sie ein Priesterseminar unterhielt, das heute geschlossen ist, ein Ort von besonderer Bedeutung. Während des Zweiten Weltkriegs waren hier italienische Franziskaner interniert. Und da die Franziskaner, die ins Heiligen Land kommen, ein leidenschaftliches und sachkundiges Interesse an der Archäologie mit sich bringen, begannen sie in der Zeit ihrer Gefangenschaft an diesem historischen Ort zu graben. Dabei stießen sie auf „Spuren von Besiedlungen aus hellenistischer bis byzantinischer Zeit und aus der Lebenszeit Jesu, Häuser aus der Zeit vor den Kreuzzügen und einen imposanten Gebäudekomplex aus der Zeit der Kreuzfahrer, ein charakteristisches Beispiel einer Kreuzfahrerkolonie in Palästina.“ (P. Bellarmino Bagatti).

Das Dorf Emmaus zählt heute über 3000 Einwohner und gehört innerhalb der von der palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Gebieten zum Gouvernement Jerusalem/Abu Dis. Aufgrund der politisch instabilen Lage der Region ändern sich jedes Jahr die Zugangsmöglichkeiten und Zufahrtswege. So sind das Franziskanerkloster und seine Kirche, die noch vor kurzem fester Bestandteil jeder Pilgerreise im Heiligen Land waren, zurzeit weitgehend isoliert. Es ist uns daher ein dringliches Anliegen gewesen, Emmaus El-Qubeibeh von Anfang an in das Heilig-Land-Orgelfestival zu integrieren, aus Solidarität mit den Brüdern und Schwestern, die dort leben, und um der ganzen Welt die Schönheit und Würde dieses Ortes zu zeigen.. Die christliche Gemeinschaft in El-Qubeibeh besteht aus einer einzigen palästinensischen Familie, den Minderbrüdern der Kustodie, den Borromäerinnen, Salvatorianerinnen und den Missionsschwestern vom Katechismus , insgesamt etwa zwanzig Personen verschiedener Nationalitäten (aus Palästina, Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Mexiko, Philippinen, Sri Lanka, Syrien, Frankreich).

Das Kloster und die heilige Stätte St. Kleopas in Emmaus El-Qubeibeh

An der heiligen Stätte befinden sich, so ist es überliefert, und vieles spricht dafür, die Überreste des Hauses des Jüngers Kleopas, der den auferstanden Jesus am Osterabend in sein Haus einlud. Das Innere des Hauses ist reich ausgestattet mit einem eleganten mehrfarbigen Marmorfußboden und schönen (von der Firma Bayer-Zeller aus München) gestalteten Fenstern. Ein Gemälde von Giuseppe Martinetti und eine Skulpturengruppe hinter dem Altar stellen diese Einladung des Kleopas bildlich dar.

1902 wurde die heutige Kirche auf den Überresten und auf dem Grundriss der alten Kreuzfahrerbasilika wieder aufgebaut und von dem Mailänder Kardinal Andrea Carlo Ferrari geweiht. Es war das erste Mal, dass ein italienischer Kardinal und dazu in Begleitung einer Gruppe von 210 Pilgern eine Pilgerreise ins Heilige Land antrat. Ungefähr ebenso viele Menschen finden sich in der Basilika von Emmaus jedes Jahr zu Ostermontag ein, wenn der Kustos des Heiligen Landes in Begleitung der Ordensbrüder und der Gemeinde aus Jerusalem seine jährliche Wallfahrt hierher unternimmt. Am Ende des Pontifikalamtes teilt der Kustos das Brot, über das er den Segen gesprochen hat, an die Gläubigen aus zum Gedächtnis an das Brot, das Jesus nach der Überlieferung an dieser Stelle brach.

Dann liegt für die restliche Zeit des Jahres wieder Stille über dieser heiligen Stätte, was denjenigen zugutekommt, die hier Einkehrtage verbringen wollen. Die Franziskaner möchten diese heilige Stätte offenhalten, auch wenn nur wenige Pilger den Weg hierher finden. Unterstützt werden sie dabei von den Missionsschwestern des Katechismus, die hier auch einen Kindergarten betreiben. Es besteht ein guter Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, der dadurch erleichtert wird, dass die Franziskaner vor Ort arabisch sprechen. Und so schicken die Familien, obwohl sie alle muslimisch sind, ihre Kinder in den Kindergarten zu den Ordensschwestern und zum Fußballspielen auf den Platz des Franziskanerklosters.

Die Orgel in der Basilika von Emmaus

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Die Orgel in Emmaus wurde 1994 von der Firma „Inzoli cav. Pacifico di F.lli Bonizzi” aus Crema (Italien) gebaut. Eine Gedenktafel erinnert an die Wohltäter: „Inneggiando a Gesù Eucaristia Maria Bertilla e benefattori donano al Santuario di Emmaus per interessamento di P. Giuseppe Cisternino”.[„ Zum Lobpreis Jesu in der Eucharistie schenken Maria Bertilla und Wohltäter der heiligen Stätte Emmaus unter Einsatz von Pater Giuseppe Cisternio.“ ]

Das Instrument ist 310 cm hoch, 66 cm tief und 183 cm breit.

DISPOSITION

Principale 8’ (Bass)
Principale 8’ (Diskant)
Octavbass 4’
Sopran 4’
Quinta decima 2’ (im Bass)
Quinta decima 2’ (im Diskant)
Decimanona 1 1/3’
Vigesima seconda 1’
Flauto in XII Sopran 2 2/3’
Tremulant
Segmentierung: H2/C3

Weitere technische Angaben:
Die Orgel verfügt über eine mechanische Traktur, sie steht auf Boden des Kirchenschiffs, in einem einfachen Holzgehäuse.

Der Prospekt besteht aus 15 Orgelpfeifen aus Zinn, die in drei Felder (5-5-5) und ebenso viele Spitzenunterteilt sind. Die Öffnungen im Mittelfeld sind auf einer Höhe angebracht und in den Seitengruppen nach oben versetzt. Das Oberlabium ist ein Spitzlabium. Die größte Orgelpfeife ist das C2 des Principals 8‘.

Ein Manual mit 54 Tasten (C1-F5)), die Tasten für die Ganztöne sind mit Buchsbaumholz furniert und an den Stirnseite mit konzentrischen Halbkreisen verziert, die Tasten für die Halbtöne sind aus Ebenholz gearbeitet.

Das Pedal mit 13 Tasten (C1-C2) aus Nussbaumholz ist fest an das Manual gekoppelt und hat keine eigenen Register.

Register, die über Registerknöpfe bedient werden, welche rechts neben dem Manual in einer Reihe angeordnet sind. Die Registerknöpfe tragen kleine Schilder mit dem Aufdruck des jeweiligen Registernamens.

Schleiflade mit 54 Ventilen und 9 Schleifen.

Balg: ein zweifaltiger Blasebalg mit doppelter Ledereinfassung, im unteren Teil des Orgelgehäuses.

Elektrisches Gebläse im Inneren des Gehäuses.

Anzahl der Orgelpfeifen: 300.

REPETITION RIPIENO-REGISTER
XIX C5
XXII G4
STIMMUNG
Die Orgel ist etwas tiefer gestimmt als üblich (A3 des Prinzipals 8′ auf 438,5 Hertz) – Vallotti Stimmung.